Schülerpraktikum mal anders

Wir bekamen eine Anfrage von Nico, einem Schüler der 10. Klasse. Er möchte ein zweiwöchiges Schülerpraktikum bei Moskito machen und die Welt der Software kennenlernen.

Sofort stellte sich uns die Frage, wie wir dieses Praktikum in Zeiten von "Covid-19" umsetzen können. Alle Mitarbeiter außer Kerstin sind im Homeoffice.

Da ein Schülerpraktikum einen Einblick in das Arbeits- und Berufsleben geben soll, könnte es evtl. Probleme bei der Organisation geben. Das aktuelle Arbeitsleben besteht bei uns aktuell nun mal aus dem Arbeiten von zu Hause und der Kommunikation mittels digitaler Hilfsmittel. Trotz allem haben wir uns entschieden, uns auf das Experiment einzulassen.

Nico brachte wenige Computerkenntnisse mit in sein Praktikum. Da wir aber nun mal eine Softwarefirma sind, konnte er in diesem Bereich viele Erfahrungen sammeln. Für seine Arbeit bei uns stellten wir ihm einen Laptop zur Verfügung.

Nicos erste Aufgabe bestand darin, das Layout für unsere neuen Werbeprospekte in ein Grafikprogramm zu übertragen. Eine neue Aufgabe in Verbindung mit einer neuen Software führt zwangsläufig zu vielen Fragen. Die meisten Fragen konnten von uns allen über Messenger oder per Telefon schnell geklärt werden. Seine Ergebnisse hat Nico uns dann während unserer Videokonferenzen oder über den Messenger präsentiert.

Die meiste Zeit war auch er im Homeoffice und hat mit unserer digitalen Unterstützung die Aufgabe gemeistert. Diese bestand unter anderem in der Arbeit mit Scribus und das ist schon ein recht komplexes Programm. Interessanterweise meinte Nico zum Abschluss, es wäre gar nicht so kompliziert gewesen.

Als zweite Aufgabe durfte er für unser Baumkataster zusätzliche Informationen sammeln. Hierzu sollte er Bäume und ihre besonderen Merkmale fotografieren und archivieren. Dafür musste er also raus in die Natur, dort dann die Baumarten identifizieren und die entsprechenden Fotos erstellen. Er hat sich auch bei dieser Aufgabe wirklich gut geschlagen, wobei heutzutage Bestimmungs-Apps gut helfen können.

Zu guter Letzt hat er in seinem Wohngebiet Bäume in unserem Baumkataster erfasst. Nach der Erfassung hat er darüber eine Dokumentation geschrieben.

Unser Fazit:

  • Nico durfte einige Sachen ausprobieren und er war wirklich lernfähig. Wir waren positiv überrascht von der Lernkurve.
  • Im digitalen Zeitalter ist ein Praktikum im Homeoffice durchaus realisierbar. Die wichtigsten Hilfsmittel dabei waren Messenger und Videokonferenz. Leider scheint die Computertechnik aber immer noch nicht wirklich in den Schulen angekommen zu sein.

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